Fußball trifft Kultur ist ein Alphabetisierungsprojekt der LitCam. Eines der Ziele der LitCam ist die Stärkung von Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen aus bildungsfernen und sozial schwachen
Familien. Damit einher geht die Forderung nach Chancengleichheit sowie die Förderung der Integration.
Durch die Kombination von Fußballtraining und Förderunterricht wird den Kindern die Möglichkeit eines besseren sozialen und kommunikativen Verhaltens im Team gegeben und darüber hinaus das
Interesse an Bildung und Kultur bei Jugendlichen aus bildungsfernem Umfeld geweckt.
Das Projekt Fußball trifft Kultur läuft mindestens über ein Schuljahr, in der Regel werden die KInder über zwei Jahre begleitet. Mindestens 24 Kinder, also 12 Kinder pro Gruppe, nehmen daran
teil. Die Kinder erhalten zweimal die Woche Fußballtraining und danach Kulturunterricht/Förderunterricht, der sich an den Bedürfnissen der Kinder orientiert. Das Fußballtraining erfolgt in
Zusammenarbeit mit einem renommierten lokalen Fußballclub.
Ziel des Kultur-/Förderunterrichts ist es, langfristig die Kinder in ihrem Lernen zu unterstützen und zu verbessern, um ihnen so den Übergang auf eine weiterführende Schule zu erleichtern.
In kleinen Gruppen von je 5-7 Kindern werden Kinder und Jugendliche beim Aufwachsen in ihren kulturellen und sozialen Bezügen unterstützt. Vorrangiges Ziel ist es, eine positiv besetzte Beziehung
zu erarbeiten, in der sich das Kind vertrauensvoll neuen Erfahrungen und Lernchancen zuwenden kann. Verbesserte Fremd- und Eigenwahrnehmung fördern Verständnisbereitschaft, Gemeinschaftssinn und
reflektiertes Verhalten. Dem Kind werden Chancen zu persönlichem Wachstum eröffnet hin zu mehr Selbstverantwortung und -steuerung.
An unserer Schule nehmen Kinder der 2., 3. und 4. Klassen an den Kleingruppenangeboten teil. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses der Volksarbeit arbeiten an zwei Nachmittagen
jeweils zwei Stunden mit den Kindern zusammen. Die verschiedenen Aktivitäten innerhalb der Gruppe beinhalten sowohl Lernhilfe als auch Unterstützung in der Entwicklung des sozial-emotionalen
Verhaltens.
Unsere Schule führt in Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität in allen zweiten Klassen ein Projekt zur Leseförderung durch.
An zwei Vormittagen wird aus jeder Klasse eine Gruppe von bis zu vier Schülerinnen und Schülern im Umfang von maximal einer Unterrichtsstunde durch Studentinnen und Studenten beim Lesenlernen
unterstützt. Die Leseförderung wird während der regulären Unterrichtszeit durchgeführt.
Die Förderkinder werden hierbei von den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern vorgeschlagen. Für die Teilnahme an diesem Leseprojekt ist die Zustimmung der Eltern erforderlich. Die Studentinnen
und Studenten arbeiten nach einem Konzept, das von der Universität entwickelt wurde. Dieses Konzept unterstützt vor allem die Leseflüssigkeit. Auf diesem Weg sollen die Kinder auch zu einem
besseren Leseverständnis und zu einer höheren Lesemotivation geführt werden. Gegen Ende des Schuljahres ist ein Elternabend geplant, auf dem über die Ergebnisse der Leseförderung berichtet
wird.
Die Studierenden erhalten ein Honorar und werden durch ein Begleitseminar an der Universität gezielt auf ihre Aufgabe vorbereitet. Das Projekt wird von der Dr.-Marschner-Stiftung finanziert.
Ziel des SFK ist es, Kinder mit Migrationshintergrund zu fördern und zu unterstützen, so dass sie dem Regelunterricht folgen können. Viele dieser jungen Menschen erfahren aufgrund unterschiedlichster Faktoren im Laufe ihrer Schulkarriere wenig Unterstützung von ihrem Umfeld und erbringen daher schlechte schulische Leistungen. Um ihre gesellschaftlichen Bildungs- und Teilhabechancen zu verbessern, arbeiten wir mit dieser Altersgruppe.
Die Leistungen der Kinder sollen sich verbessern, ihr Lernverhalten sich durch die Aneignung von Lernstrategien stabilisieren und Überweisungen auf Förderschulen sollen verhindert werden. Sie sollen durch die Erfahrung der positiven Wertschätzung und ggf. Arbeit in einer Kleingruppe in ihrem Sozialverhalten gefördert und emotional gestärkt werden.